Die teiloffene Arbeit

Die teiloffene Arbeit als positive Möglichkeit im Sinne unserer pädagogischen Arbeit und der Raumgestaltung

Im Sinne der Selbstbildung von Kindern wollen wir sie in ihren Räumen, in ihrer Spiel- und Materialauswahl nicht begrenzen.
Sie dürfen sich in unserem Kindergarten auf Entdeckungstour – drinnen wie draußen – begeben, sie dürfen ihre Freunde in den Stammgruppen besuchen und können gruppenübergreifend an den unterschiedlichen pädagogischen Aktionen teilnehmen.

Um unseren Kindern ein breites Angebot an vielfältigen und differenzierten Erfahrungen zu ermöglichen, stellen wir ihnen in unserem Kindergarten vielseitige Spiel- und Lernbereiche bereit.

Den festen Bezugspunkt finden die Kinder in ihren Stammgruppen, die von zwei bis drei pädagogischen Mitarbeiterinnen begleitet werden. Dort kommen die Kinder an, werden wahrgenommen und persönlich begrüßt, orientieren sich für diesen Tag und werden über die aktuell geöffneten Bereich, den Tagesablauf und geplante Aktionen und Projekte informiert.
Zur Erweiterung des Erfahrungsspektrums und damit der Lernmöglichkeiten, können die Kinder während der Öffnung des Kindergartens alle geöffneten Bereiche des Hauses selbstbestimmt nutzen. Dazu melden sie sich in ihrer Stammgruppe ab und hinterlegen ihr spezielles Zeichen an dem dafür vorgesehenen Bereich. Dieser ist für das pädagogische Personal und die Eltern jederzeit einsehbar, so dass stets nachvollzogen werden kann, wo sich die einzelnen Kinder gerade befinden.

Für die einzelnen Bereiche sind sinnvolle und übersichtliche Benutzungsregeln vereinbart. Diese dienen dazu, den Kindern einen erfolgreichen Aufenthalt in dem jeweiligen Bereich zu gewährleisten. Die Bereiche sind je nach personellen Möglichkeiten geöffnet.

Vorteile des teiloffenen Konzeptes

  • Kinder gehen ihren aktuellen Interessen und Neigungennach, sensible Lernphasen werden optimal genutzt
  • Auswahl der jeweiligen Bezugsperson in den Bereichen
  • Selbstbestimmte Auswahl der Spielpartner in allen Altersgruppen
  • Entspannte Atmosphäre – weniger Konflikte
  • Vielseitige Lernerfahrungen werden individuell genutzt
  • Soziale Gemeinschaft und demokratisches Verständnis werden in vielen Formen erlebbar gemacht;
  • Blick und Austausch über Kinder vom gesamten pädagogischen Kindergartenteam

Tagesablauf und gruppenübergreifende (offene) Angebote

  • 7.00 –   8.00 Uhr Frühdienst:
    Die Kinder sammeln sich in Gruppe und Garten
  • 8.30 Uhr:
    großer, gemeinsamer Morgenkreis
  • 9.00 – 10.30 Uhr
    Planung für den Tag, Kinder wechseln die Gruppen
  • 10.30 – 12.00 Uhr
    Ab 10.30 Uhr entscheiden sich die Kinder für ein Angebot in einem Funktionsbereich bzw. einer Lernwerkstätte oder Freispiel.
  • 12.00 – 12.30 Uhr   Abholzeit für die Vormittagskinder

Kinder die länger als bis Mittag in unserem Kindergarten bleiben, treffen sich um 12.00 Uhr wieder in ihrer jeweiligen Stammgruppe zum Mittagessen. Anschließend findet eine Zeit zum Ruhen bzw. Schlafen statt, danach erfolgt der weitere Verlauf des Nachmittags individuell (Abholen, Gartenaufenthalt, Brotzeit, Funktionsräume, Freispiel).

  • Die Nachmittagsgruppe (13.00 Uhr – 17.00 Uhr)
    trifft sich ebenfalls in einer Stammgruppe. Die Gestaltung der Nachmittagsgruppe orientiert sich nach dem Alter und den Bedürfnissen der Kinder. Nach der Ruhephase Aufteilung in zwei Gruppen – daraus täglich wechselnde Workshops (Musik, Garten, Handwerken, Naturwissenschaft, Bewegung, Hauswirtschaft…)

Gezielte Beobachtung und Dokumentation von Bildungs- und Entwicklungsprozessen

Beobachtung von Lern- u. Entwicklungsprozessen bilden eine wesentliche Grundlage für pädagogisches Handeln in unserer Kindertageseinrichtung. Aussagekräftige Beobachtungsergebnisse vermitteln Einblicke in das Lernen und in die Entwicklung von Kindern; sie helfen die Qualität von pädagogischen Angeboten zu sichern und weiterzuentwickeln und sind die Grundlage für unsere Entwicklungsgespräche.

Dabei werden in unserer Einrichtung für jedes Kind folgende Ebenen berücksichtigt:

  • die Ergebnisse der kindlichen Handlung – für jedes Kind wird ein Entwicklungsordner (Portfolio) geführt
  • die freie Beobachtung
  • strukturierte Formen der Beobachtung nach den Beobachtungsbögen…
    • Seldak (Sprachentwicklung und Literacy),
    • Sismik (Sprachverhalten bei Migrantenkinder) und
    • Perik (Positive Entwicklung und Resilienz im Kindergartenalltag)